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1. Warum gibt es auf den Etiketten keinen Hinweis, was mit Nahrungsergänzungen behandelt wird?
Nahrungsergänzungsmittel sollen, wie der Name sagt, die tägliche Ernährung ergänzen. Sie werden angeboten, um die Körperfunktionen zu unterstützen und dienen so der Gesunderhaltung bzw. der Vorbeugung von Erkrankungen. (Allerdings können Therapeuten und Ärzte solche Nahrungsergänzungen auch im Zuge orthomolekularmedizinischer Behandlung in höherer Dosierung einsetzen, weil manche Nährstoffe dann wie ein Arzneimittel wirken können.)
Durch die Benennung eines medizinisch wirksamen Stoffes zeichnet sich ein Arzneimittel aus. Nahrungsergänzungen gehören auf die Seite der Lebensmittel. Dabei kommen Multi- wie Monopräparate gezielt zum Einsatz. Dem Facharzt bzw. qualifizierten Berater ist es möglich, Nahrungsergänzungen für den individuellen Bedarf auszuwählen. |
2. Warum lesen wir auf den Etiketten nichts über die spezifischen Wirkungen einzelner Inhaltsstoffe im Körper?
Das hat zunächst rechtliche Gründe Lebensmittel sind gesetzlich so definiert, dass keine medizinischen Angaben über die Wirkung ihrer Inhaltsstoffe gemacht werden dürfen. Außerdem sind die meisten Nährstoffe in Nahrungsergänzungen Stoffe, die der Körper bei der Verstoffwechselung der Nahrung auch selbst herstellt, sie sind in vielfältige biochemische Vorgänge eingebunden und daher in irgendeiner Weise in vielen Bereichen des Körpers aktiv und sprechen viele oder sogar alle Gewebe und Organe an. Deshalb betrachten es die Hersteller als ihre Aufgabe, ausgewogene Nährstoffprodukte bereitzustellen, die Gesundheit und Vitalität generell stärken sollen (Multivitamin-Mineralpräparate). |
3. Ich habe gehört, dass Vitamine und Nährstoffe aus natürlichen Quellen besser seien. Warum verwenden viele Hersteller synthetisch hergestellte Nährstofffe?
Es gibt tatsächlich Grund zur Annahme, dass manche natürlichen Nährstoffe einen höheren biochemischen Wirkungsgrad haben als die synthetisch hergestellten. Die synthetischen sind zwar allergiefrei wirksam, man muss aber manchmal mehr von der Substanz verwenden, z.B. bei Vitamin E. In diesem Fall ist auch die Resorbierbarkeit (Bioverfügbarkeit) von natürlichen Formen des Vitamin E besser, man erzielt die gleiche Wirkung bei geringerer Dosierung. Dass trotzdem oft synthetische Nährstoffe eingesetzt werden, liegt daran, dass die Nährstoffe aus natürlichen Quellen sehr oft aus hochallergenen Quellen extrahiert werden, wie Hefe, Weizen und Soja. Das ist problematisch wegen der Allergieanfälligkeit vieler Menschen. Allergiker müssen hochgradig allergieauslösende Rohstoffquellen vermeiden. |
4. Bedeutet hypoallergen also, dass das Produkt frei ist von Hefe, Milch, Soja etc.?
Ja, auch das ist gemeint, wenn man hypoallergen sagt, nämlich dass die Inhaltsstoffe eines Produktes (sofern möglich) nicht aus einem bekanntermaßen allergieauslösenden Nahrungsmittel gewonnen wurden. Es finden aber in solchen Produkten auch keine potentiell allergenen Zusatzstoffe wie z.B. Farb- und Geschmacksstsoffe Verwendung. Detaillierte Informationen dazu finden Sie unter hypoallergene Herstellung. Diese Produktionsweise wurde zuerst in den USA entwickelt und dort von namhaften Herstellern konsequent angewandt. Bekannt sind u.a. Allergy Research Group, Cardiovascular Research und Ecological Formula, Thorne Research, oder der kanadische Hersteller Genestra-Seroyal. Die hypoallergene Herstellung kam in Deutschland bzw. in Europa nur langsam in Gang und ist bis heute noch nicht breit etabliert. (siehe dazu Bezugsquellen) Die aus langjähriger Forschung resultierende garantierte Qualität bei bewährten amerikanischen Herstellern und europäischen Herstellern, die sich an diesen Standards orientieren, ist deshalb eine besondere Empfehlung für gute Nahrungsergänzungen. |
5. Worauf ist bei Qualität und Preis zu achten?
Die Produktqualität eines Nahrungsergänzungsmittels zeichnet sich aus durch einen hohen Reinheitsgrad der Grundstoffe, die hypoallergen-orthomolekulare Herstellung, eine vegetarische (jedenfalls aber garantiert BSE-freie) Verkapselung, eine wissenschaftlich fundierte Zusammensetzung und die garantierte Herstellerkontrolle. Achten Sie auf deshalb auf die Angaben auf den Etiketten.
Siehe dazu auch "Worauf Sie beim Kauf von Nahrungsergänzungen achten sollten!" |
6. Soll ein bestimmtes Präparat hoch- oder niedrig dosiert sein?
Für den täglichen und langfristigen Verzehr von Nahrungsergänzungen sind moderat dosierte Multivitamin-Mineral-Produkte mit Spurenelementen vernünftig und ausreichend. Dabei können aus Gründen der Kapsel- oder Tablettengröße bestimmte Stoffe zu knapp bemessen sein, so dass diese Nährstoffe (z.B. Vitamin C, Magnesium, Calcium) noch extra hinzugefügt werden sollten. Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt oder Ernährungsberater.
Höher dosierte orthomolekulare Produkte für Zeiten erhöhten Bedarfs oder wegen eines Ungleichgewichts des Stoffwechsels werden vom Arzt ode Therapeuten speziell bzw. gezielt unterstützend eingesetzt. Auch hierbei ist die Berücksichtigung eines Multivitamin-Mineral-Präparates sinnvoll, so dass die Mikronährstoffe sich jenem Gleichgewicht zueinander annähern können, das dem physiologischen Bedürfnis des Körpers entspricht. Für viele Inhaltsstoffe gibt es international anerkannte sichere Obergrenzen für einen täglichen präventiven Verzehr.
(Eine gute, knappe Information dazu bietet ein Faltblatt des Europäischen Verbandes von Vereinigungen der Hersteller von Gesundheitsprodukten in Brüssel über "Sicherheit und Nutzen von Vitaminen und Mineralstoffen", das Sie als pdf-Datei ausdrucken oder herunterladen können.)
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7. Wie kann ich sicher sein, dass die Vitamine in den Pillen vom Körper aufgenommen werden und nicht einfach durch mich 'hindurchgehen'?
Zunächst sollten Sie Tabletten von Pulver bzw. Pulver in Kapseln unterscheiden. In den Anfängen der Vitaminherstellung ist es tatsächlich vorgekommen, dass sich Tabletten nicht aufgelöst haben. Inzwischen gibt es weitreichende Verbesserungen in der Produktions- und Umhüllungstechnik, so dass es äußerst selten geschieht, dass eine Nahrungsergänzung in Tablettenform den Körper intakt wieder verlässt. Es gibt sogar Beifügungen, die eine verzögerte Freisetzung von Mikronährstoffen aus den Kapseln oder Tabletten bewirken können (Retard-Wirkung).
Trotzdem raten wir zur Kapselform: Die Abfüllung der Mikronährstoffe in Kapseln verlangt keine Produktionszusätze, die die Resorbierbarkeit der Nährstoffe negativ beeinflussen könnten (wie z.B. Trenn- und Schmiermittel - siehe auch hypoallergene Herstellung). |
8. Wie weiß ich, welche Mengen an Vitaminen und Mineralien ich zur Nahrungsergänzung benötige?
Das ist eine sehr vielschichtige Frage, aber man kann dazu einige allgemeine Feststellungen machen. Es gibt ganz allgemein einen Trend in Richtung Verwendung von Multivitamin- und Mineralergänzungen neben Vitamin C und zusätzlichen Antioxidantien. Bekannt ist aber auch, dass in Europa generell die Folsäureversorgung und die Versorgung mit Vitamin D deutlich unter dem liegen, was der Organismus täglich braucht. Siehe dazu Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Mikronährstoffen.
Ein Grund für diesen Trend ist, dass Nährstoffe im Stoffwechsel zusammenwirken, in vielen Organen, bei vielen verschiedenen Vorgängen. Deshalb entspricht die kombinierte Aufnahme von Nährstoffen den physiologischen Gegebenheiten. Andererseits hat es wohl damit zu tun, dass der Nährstoffgehalt unserer Nahrung generell nicht mehr so hoch ist wie früher. Unsere Schnelllebigkeit verträgt sich nicht wirklich mit regelmäßiger hochwertiger Ernährung; und viele nehmen sich zu wenig Zeit zum Essen. Unser normales Leben steckt voll Stress verglichen mit dem Leben vor, sagen wir, 100 Jahren, so dass der Verbrauch an vitalen Nährstoffen, nach denen unser Körper verlangt, um mit all diesen Belastungen zurechtzukommen, auch aus diesem Grund größer als früher ist.
Deshalb sind gute Nahrungsergänzungen zu empfehlen, um unseren Körper im Gleichgewicht zu halten. Für die Einnahmevorschriften in Bezug auf einzelne Nährstoffe für bestimmte Personen bzw. für ihre ganz spezifische gesundheitliche Situation gibt es keine allgemeinen Regeln. Sie müssen von Fall zu Fall mit einem Ernährungsberater oder Arzt ausgearbeitet werden. Auch Ihr Apotheker kann Ihnen sicher einen Tipp geben.
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9. Wie weiß man, ob man zuviel von einem Mineral oder Vitamin oder irgendeinem anderen Bestandteil zu sich nimmt, wenn sie in verschiedenen Produkten enthalten sind und so verdoppelt werden?
Wenn man sich an die Einnahmeempfehlungen des Herstellers hält, kann es nicht zu einer übermäßigen Einnahme von Nährstoffen kommen, es sei denn, man kombiniert zu viele verschiedene Produkte. Dann kann es vorkommen, dass in Summe ein einzelner Nährstoff extrem hoch dosiert wird und ungünstig mit anderen zusammenwirkt.
Wählen Sie als Basis zur Ergänzung der Ernährung stets ein gutes Mutivitamin-Mineral. Alle speziellen Ergänzungen besprechen Sie am besten wieder mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
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10. Können Nahrungsergänzungsmittel helfen, wenn man nicht für eine ausgewogene Ernährung und körperliche Bewegung sorgt?
Die Nahrungsergänzung kann nur "ergänzend" helfen - richtige Ernährungsgewohnheiten und irgendeine Form regelmäßiger körperlicher Bewegung sind tatsächlich wesentlich. Es handelt sich hier um drei Grundpfeiler unserer Gesunderhaltung. Man kann die Wichtigkeit der täglichen Bewegung und guten Ernährung gar nicht genug betonen. Sie sollten Nahrungsergänzungen nie als Alternative zu gesunder Ernährung und vernünftiger Bewegung sehen, sondern stets als sinnvolle Ergänzung. |
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