| Allergen: Substanz, die allergische Reaktionen auslöst bzw. auslösen kann
alpha-Liponsäure: körpereigene, vitaminähnliche Substanz mit stark antioxidativer Wirkung, sowohl wasser- als auch fettlöslich. Wird bei Nervenschäden, hervorgerufen durch Diabetes mellitus, und bei Belastungen durch Umweltgifte eingesetzt.
Aminosäuren: die einfachsten Eiweißbausteine. Bestimmte Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, andere müssen mit der Nahrung zugeführt werden.
Antagonist (wörtl.: Gegenspieler): Substanz, die aufgrund ihrer chemischen Struktur verhindert, dass eine andere Substanz vom Körper aufgenommen werden kann, indem sie entweder den Aufnahmemechanismus blockiert oder den Rezeptor (die Aufnahmestelle) verändert oder ein anderes Stoffwechselsystem aktiviert, das gegenläufig arbeitet.
Anti-Aging: Ausdruck für verschiedenste Maßnahmen, die vorzeitiges Altern verhindern sollen.
Antioxidantien: verhindern die Oxidation von Stoffen. Sie können die Entstehung → freier Radikale im Körper verhindern.
Bioverfügbarkeit: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente gibt es in den verschiedensten chemischen Formen, zwischen denen teils erhebliche Unterschiede bestehen in Bezug auf die Menge des Mikronährstoffes, die der Körper daraus aufnehmen kann. So haben z.B. organische Mineralverbindungen eine höhere Bioverfügbarkeit als anorganische. Hohe Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe ist ein Qualitätskriterium für orthomolekulare Produkte zur Nahrungsergänzung bzw. Behandlung.
Chelattherapie: Entgiftungstherapie mittels EDTA (meist als Infusionstherapie, tw. auch als orale Behandlung) und mit Supplementierung der wichtigsten Mikronährstoffe
Cobalamine: Vitamin B12-Formen (Cyano- und Hydroxocobalamin sowie die bioaktiven Formen Adenosylcobalamin und Methylcobalamin)
DNA (Desoxyribonukleinsäure): Träger unserer Erbsubstanz im Zellkern.
Elektronen: Negativ geladene Teilchen, die die Hülle des Atoms bilden. Die Wirkung von → Antioxidantien, z. B. auch von Vitaminen, läuft über einen Transfer von → Elektronen.
Enzyme: Früher auch Fermente genannt, steuern den Stoffwechsel. Es gibt kaum einen Vorgang in unserem Körper, an dem Enzyme nicht beteiligt sind, von der Blutgerinnung über die Aufschließung der Nahrung im Darm, den Weitertransport der einzelnen Bestandteile in das Blut bis zum Verstoffwechseln derselben in der Zelle.
Eubiotikum: Diese Formulierung wird häufig im Gegensatz zu einem Antibiotikum gebraucht. Man will damit ausdrücken, dass man den natürlichen Lebensabläufen gerecht wird und ohne Nebenwirkungen behandelt.
Freie Radikale: Auch kurz Radikale genannt, sind instabile Atome oder Molekülbruchstücke, denen ein Elektron fehlt. Sie versuchen anderen Molekülen dieses fehlende Elektron zu entreißen, wodurch einerseits ein freies Radikal befriedet, andererseits jedoch wieder ein freies Radikal entsteht. Diese Kettenreaktion wird durch → Radikalfänger bzw. Kettenbrecher, wie z.B. Vitamin E, gestoppt.
Histamin: Gewebehormon. Spielt eine Rolle bei Allergien und bei bestimmten Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Homocystein: eigenständiger Risikofaktor für Erkrankungen der Arterien und Venen. Bei erhöhtem Homocystein-Spiegel im Blut steigt das Risiko für Arterienverkalkung und Thrombosen. Die Behandlung ist einfach. Man beseitigt die Ursache. Diese ist eine mangelnde Versorgung mit Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure.
hypoallergen: wörtlich: unterhalb der allergieauslösenden Schwelle Qualitätsmerkmal von orthomolekularen Produkten, die sowohl bei der Auswahl der Rohstoffe als auch bei der Herstellung möglichst auf alles verzichten, was als möglicherweise allergieauslösend gilt.
Immunsystem: Abwehrsystem des Körpers, zur Bekämpfung von Bakterien, Viren, Krebszellen und anderen körperfremden Substanzen.
Insulinresistenz: Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es senkt den Blutzucker und ist an der Regulierung des normalen Blutzuckerspiegels beteiligt. Unter Insulinresistenz versteht man ein vermindertes Ansprechen des Gewebes auf Insulin, wodurch vermehrt Insulin im Blut kursiert. Diesen Zustand findet man bei Zuckerkranken, Übergewichtigen, im Rahmen des → metabolischen Syndroms aber auch bei Karzinomen und Infekten.
Lymphozyten: Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen, die im → Immunsystem eine wichtige Rolle spielen. Es gibt verschiedene Untergruppen (Subpopulationen), die eine breite Vielfalt an Funktionen aufweisen.
Mangelernährung: bezeichnet eine Ernährung, die zwar in der Menge grundsätzlich ausreichend, in der Zusammensetzung jedoch, d.h. dem Gehalt an Nährstoffen und Mikronährstoffen, mangelhaft ist sei durch Einseitigkeit, durch unzureichende Qualität der Nahrungsmittel bzw. durch unsachgemäße Zubereitung.
Melatonin: Hormon, das in vielen Organen hergestellt wird und neben der Steuerung zahlreicher Rhythmen, z.B. TagNacht-Rhythmus, ein wirksamer → Radikalfänger ist.
Metabolisches Syndrom: Komplex von Symptomen, bestehend aus hohen Blutfetten, Zuckerkrankheit, hohem Blutdruck, Übergewicht, Arterienverkalkung und Gicht. Ein besonders hohes Risiko für Arterienverkalkung besteht, wenn die ersten vier obigen Symptome zusammentreffen (sog. tödliches Quartett).
Metabolismus: Stoffwechsel
Mikronährstoffe: Sammelbegriff bes. für Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, aber auch andere lebenswichtige Substanzen wie Fettsäuren und Aminosäuren
Nahrungsergänzungsmittel: Lebensmittel in Form eines Mikronährstoffpräparates, das aufgrund bestehender gesetzlicher Regelungen (EU-Direktive) nur bestimmte Formen von Vitaminen und Mineralen/Spurenelementen enthalten darf.
Pathophysiologie: Lehre von den krankhaften Lebensvorgängen und gestörten Funktionen im menschlichen Körper.
oxidativer Stress: bezeichnet ein längerfristiges Ungleichgewicht zwischen → freien Radikalen und → Radikalfängern
(→ Antioxidantien) im Organismus zugunsten der freien Radikale. Viele chronische Erkrankungen werden von oxidativem Stress mitverursacht oder verursacht.
Perniziöse Anämie: Blutarmut durch Vitamin-B12-Mangel.
Peroxide: Reaktionsfreudige Verbindungen, die von Antioxidantien wie der Peroxidase, beseitigt werden.
Pharmakologie: Wissenschaft von den Wirkungen von Arzneistoffen im Körper. Es geht dabei um die Aufnahme, Veränderung, Wirkung und Ausscheidung der Arznei.
Physiologie: Beschäftigt sich mit den normalen Lebensvorgängen, im Gegensatz zur Pathophysiologie, die sich mit krankhaften Veränderungen auseinandersetzt.
Plazebo: Scheinmedikament ohne Wirkung. Plazebos werden verwendet bei Erprobungen neuer Medikamente im sogenannten Doppelblindversuch, um statistisch gesicherte Ergebnisse über die wirksame Arznei zu bekommen.
Radikalfänger: siehe Antioxidantien.
RDA-Wert: Recommended Daily Allowance = empfohlene tägliche Zufuhr eines bestimmten Nährstoffes für Kennzeichnungszwecke auf Etiketten
Skorbut: Klassische Vitamin-C-Mangelkrankheit. Die Symptome sind Müdigkeit, Leistungsschwäche, Zahnfleischbluten, Gliederschmerzen, Blutarmut und schlechte Wundheilung.
Stoffwechsel: Gesamtheit aller lebensnotwendigen chemischen Reaktionen im Organismus. Die Bestandteile der aufgenommenen Nahrung werden entweder in körpereigene Substanzen umgewandelt (Assimilation) oder Abbau von Nahrungsbestandteilen (und Produkten des assimilativen Stoffwechsels) zur Produktion von Energie für die Lebensvorgänge (Dissimilation). Viele Stoffwechselvorgänge werden in Zyklen reguliert.
Supplement: Ausdruck für → Nahrungsergänzungsmittel.
Toxikologie: Lehre von den Giften und deren Wirkung auf den Körper.
vegane Ernährung: Veganer nehmen zum Unterschied von Vegetariern keinerlei Nahrung tierischen Ursprungs zu sich, also auch keine Milch und Milchprodukte (Laktovegetarier) und keine Eier (Ovo-Laktovegetarier). Dadurch kann eine schleichende Unterversorgung mit bestimmten Mikronährstoffen einhergehen, die in der Nahrung praktisch ausschließlich in tierischen Produkten vorkommen.
Xenobiotikum: Substanz, die den Körper zu einer Abwehrreaktion veranlasst (weil sie dem Biosystem Körper fremd ist; griech. xenos) und meist für ihn schädlich ist. Auch die Umwelt verunreinigende Substanzen können als Xenobiotika bezeichnet werden.
(Erstellt unter Verwendung des Glossars in: Rainer Schroth: Chancen der orthomolekularen Medizin, Köln 2002)
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